Bauernregeln sind Vorhersagen, die „teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen basieren“ und oft einen wahren Kern haben. Sie werden meist in Reimform verfasst und geben Auskunft über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft. Das sagen die Bauernregeln im Mai:
„Ein kühler Mai wird hoch geacht‘, hat stets ein gutes Jahr gebracht.“ „Donnert’s im Mai recht viel, hat der Bauer ein gutes Spiel.“ „Wenn’s Wetter gut am ersten Mai, gibt es viel und gutes Heu.“ „Mairegen, mild und warm, tut den Früchten keinen Harm.“ „An Jacobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.“ „Das Wetter auf St. Urban (25.05.) zeigt des Herbstes Witterung an.“
„Wind im Mai verweht den Gram, der Juni wird danach stets warm.“ „Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken. Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.“ „Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.“ „Donner und Fröste im Wonnemond, Müh‘ und Arbeit wenig lohnt.“
