Essen ist die unhöflichste und Bochum die höflichste Stadt Deutschlands. Das ergab eine Studie der Sprachlernplattform Preply und des Marktforschungsinstituts Censuswide. Das Ergebnis ist überraschend, denn schließlich sind Essen und Bochum Nachbarstädte. Die geografische Lage scheint also keinen Einfluss auf diese Bewertung zu haben.
Auf Platz zwei und drei der unhöflichsten Städte liegen Dresden und Frankfurt am Main. Menschen würden sich jedoch in Berlin und Bielefeld am häufigsten unhöflich verhalten. Zu den am weitesten verbreiteten unhöflichen Verhaltensweisen gehören, mit dem Handy beschäftigt zu sein, Menschen nicht zu beachten, zu lärmen und Videos anzusehen. In der zweitfreundlichsten Stadt Bremen seien die Menschen am großzügigsten, während in der drittfreundlichsten Stadt Hannover die Einheimischen höflicher seien als Zugezogene. Knapp 1/4 der Befragten halte Zugezogene für unfreundlicher als Einheimische, fast 1/5 dagegen halte Einheimische für unfreundlicher und knapp die Hälfte sehe keinen Unterschied.
Trotz des teilweise schlechten Rufs der Deutschen kommt die Studie zum Ergebnis, dass die Deutschen grundsätzlich eine durchaus höfliche Natur hätten. Die Studie stützt sich auf die Antworten von insgesamt 1.500 Einwohnern der größten deutschen Städte, die an der Befragung teilgenommen haben.
