Zwischen dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und seinem wichtigsten General Walerij Saluschnyj kam es zum Streit über die Schlacht von Bachmut. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach hätten die beiden grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen, wie die Armee mit Bachmut umgehen soll.
So soll Saluschnyi bereits vor mehreren Wochen aus taktischen Gründen einen Abzug aus Bachmut empfohlen haben. Militärisch hat die Stadt Bachmut keine strategische Bedeutung, ein Abzug wäre nicht entscheidend. Erst durch Russlands Konzentration auf Bachmut und den Einsatz tausender „Wagner“-Söldner wurde Bachmut zum politischen Symbol. Die Verluste der Russen sollen etwa siebenmal höher sein, dennoch starben auch viele ukrainische Soldaten.
Daher soll Saluschnyi frühzeitig auf einen Abzug gedrungen haben. Die ukrainische Regierung in Kiew betonte gegenüber „Bild“, dass die Entscheidung, an Bachmut festzuhalten richtig gewesen sei. Dadurch habe man der russischen Armee erheblichen Schaden zugefügt, sowohl personell als auch materiell und zahlreiche russische Panzer und Fahrzeuge zerstört.
