Die Ukraine überlegt offenbar sich auf eine diplomatische Verhandlung über die Krim-Frage einzulassen. Andrii Sybiha, ein enger Mitarbeiter von Selenskyj, betonte nun, dass diese Lösung nicht ausgeschlossen sei. Gegenüber der „Financial Times“ erklärte er, dass diplomatische Verhandlungen unter Voraussetzungen auch möglich wären. „Wenn wir unsere strategischen Ziele auf dem Schlachtfeld erreichen und wenn wir [mit unseren Truppen] an der Verwaltungsgrenze der Krim stehen, dann sind wir dazu bereit, diplomatische Verhandlungen zu beginnen, um die Krim-Frage zu diskutieren“, so Sybiha.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor stets betont, dass es ein Kriegsziel sei, die Krim-Halbinsel zurückzuerobern. Die Ukrainer gehen davon aus, dass Russlands Präsident Putin sich nicht auf Verhandlungen einlasse. Zumal betonte die Ukraine stets, alle Territorien einschließlich Krim zurückerobern zu wollen. Militärexperten gehen weiter davon aus, dass die ukrainische Armee im Süden des Landes eine Großoffensive starten und dann auch die Krim angreifen werde.
