Nach Einschätzungen US-amerikanischer Geheimdienste könnte die Ukraine ihre Ziele im Rahmen der angestrebten Gegenoffensive „deutlich“ verpassen. Das geht aus geheimen Dokumenten Anfang Februar hervor, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. Demnach habe die Ukraine Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung von Truppen, Munition und weiterem Material.
Defizite in der Ausbildung und im Nachschub könnten die Fortschritte erschweren und die Opferzahlen in die Höhe treiben. Deshalb werde befürchtet, dass eine Operation nur „überschaubare territoriale Gewinne“ erzielen könnte. Die USA und auch Südkorea zweifeln jedoch an der Echtheit von Teilen der Dokumente. „Die beiden Länder sind sich einig, dass viele der veröffentlichten Informationen verfälscht sind“, so Kim Tae-hyo, stellvertretender nationaler Sicherheitsberater Südkorea.
Das Investigativ-Netzwerk Bellingcat konnte bereits nachweisen, dass einige nachträglich manipuliert wurden. Auch die „Washington Post“ berichtet unter Berufung auf Behörden, dass einige Dokumente manipuliert worden seien. Zuvor hatte auch die Ukraine einige Informationen als falsch bezeichnet und die Authentizität der Dokumente angezweifelt.
