Die italienische Provinz Südtirol will dem großen Besucher-Ansturm nun ein Ende setzen. Die Regierung wolle wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren. „Wir haben das Limit erreicht. Das Limit an Ressourcen, das Limit an Verkehr und das Limit in Sachen Wohnungsnot“, meint Arnold Schuler, Landesrat für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bevölkerungsschutz und Tourismus. Südtirol, das die Dolomiten beheimatet, ist sowohl im Sommer als auch im Winter bei Urlaubern beliebt. Im Jahr 2022 wurden offiziell 34 Millionen Übernachtungen in dem deutschsprachigen Gebiet gezählt.
Das neue Gesetz verbiete es Hotels, Airbnbs und Pensionen nun, neue Unterkünfte oder Zimmer ohne Erlaubnis ihrer Gemeinde hinzuzufügen. Die Regierung will dadurch die Zahlen von 2019 erreichen. Damals waren rund 230.000 Betten in Südtirol registriert. Wer eine Unterkunft betreibt, muss bis zum 30. Juni 2023 auflisten, wie viele Betten vor genau vier Jahren vermietet worden sind. Dazu sind auch Schlafsofas zu zählen. Danach werde festgelegt, wie hoch die Zahl der erlaubten Gäste pro Unterkunft und pro Gemeinde ist.
Durch den starken Besucherandrang sind die Mietpreise in Südtirol drastisch angestiegen. Einheimische haben es deshalb immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Durch das neue Gesetz wolle Südtirol eine Tourismusregion bleiben, in der aber auch die lokale Bevölkerung gut leben kann.
