Kämpfern im Sudan ist es gelungen, ein staatliches Medizinlabor mit Proben gefährlicher Krankheitserreger zu besetzen. Dazu gehören unter anderem Proben von Krankheiten wie Polio, Cholera und Masern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dies schaffe eine „extrem, extrem gefährliche“ Situation. „Die Besetzung des Medizinlabors durch eine Konfliktpartei stellt ein sehr großes biologisches Risiko dar“, so Nima Saeed Abid, WHO-Vertreter im Sudan.
Weiter betonte Nima Saeed Abid, dass dort potenziell tödliche Krankheitserreger wie Cholera oder Kinderlähmung lagern. Erst heute Morgen wurde berichtet, dass die rivalisierenden Parteien in der Armee einer erneuten Verlängerung der Waffenruhe zugestimmt haben. Seit dem 15. April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF).
