Die Söldnertruppe Wagner von Jewgeni Prigoschin und das von Gazprom geleitete „Bataillon Potok“ gehen derzeit aufeinander los. Wagner hat dem Bataillon Potok „Unfähigkeit“ vorgeworfen. Hintergrund: Die Wagnergruppe zieht sich seit mehreren Wochen von den Flanken der Stadt Bachmut zurück. Ursprünglich sollten diese an Falschirmtruppen der russischen Armee übergeben werden. Da diese die Aufgabe jedoch nicht übernehmen wollen, wurde das Bataillon Potok beauftragt.
Diese hatten sich jedoch unter schwerem Feuer und hohen Verlusten zurückgezogen und die Stellungen wieder aufgegeben. Zudem sei beim Rückzug eine Flanke von Wagner „entblößt und die Gruppe einem Angriff ausgesetzt“ worden, wie Prigoschin auf Telegram wütete. „Klartext: Die Privatarmee von Gazprom hat die mit Wagners Blut eroberten Stellungen an die ukrainische Armee aufgegeben und ist von der Front geflohen“, betonte Prigoschin. Der Wagner-Chef polterte weiter, dass man „mit solchen Freunden keine Feinde brauche“. Die Streitereien zwischen den Söldnertruppen zeigen nochmals, wie stark Russlands Kriegsführung gespalten ist.
