Nachdem ein etwa Tennisball großer Meteorit in einem Wohnhaus im schleswig-holsteinischen Elmshorn eingeschlagen ist, tauchen nun weitere Meteoriten auf. Insgesamt seien knapp vier Kilogramm Gestein gefunden worden, sagte Dieter Heinlein, Meteoriten-Experte beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR). Der größte Fund soll etwa 3,5 Kilogramm schwer sein.
Familie Labusch bemerkte den Meteoriten, der durch ihr Dach schlug, schnell, sodass das Material rasch geborgen wurde und nun zügig untersucht werden könne. Dadurch können auch die kurzlebigen Radioisotope noch bestimmt werden. In einem Speziallabor in Dresden wird nun die Restradioaktivität des Meteoriten gemessen. Dieter Heinlein gab Entwarnung vor der Radioaktivität des Gesteins. „Sie ist extrem schwach, mit einem Geigerzähler überhaupt nicht zu detektieren“, so Dieter Heinlein. Ergebnisse der Untersuchungen werden den Angaben zufolge voraussichtlich in einigen Wochen vorliegen.
Heinlein geht davon aus, dass die Brocken, die über Elmshorn niedergingen, aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammen. Trifft ein Asteroid auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in kleine Teile. Einige davon verglühen, andere landen auf der Erde – die sogenannten Meteoriten. In Deutschland war nach Angaben des DLR zuletzt im April 2002 in Bayern ein Meteorit niedergegangen.
