Vergangene Woche wurden 33 tote Kühe in einem Stall gefunden. Nun wird gegen den Landwirt aus dem Landkreis Rosenheim ermittelt. Der Landwirt wird verdächtigt, sich der Tiertötung und der quälerischen Tiermisshandlung durch Unterlassen strafbar gemacht zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Traunstein mitteilte, visitierten die Behörden den Betrieb am Montag. Hierbei fanden sie die toten Kühe in der Gülle liegen. Unter ihnen ein Großteil junger Tiere.
Die Tiere hätten unterschiedliche Verwesungszustände aufgewiesen. Teilweise ganz von der Gülle verdeckt hätten sie übereinander gelegen und Spuren von Rattenfraß aufgewiesen. Nun besteht der Verdacht, dass der Landwirt dies wusste und zumindest billigend in Kauf nahm, so die Staatsanwaltschaft weiter. Außerdem wird vermutet, dass der Tod der Tiere auf die Haltungsbedingungen zurückging. Bei pflichtgemäßer Haltung hätte die Tragödie verhindert werden können.
Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilte, hatten vergangene Woche 96 Tiere auf dem Hof noch gerettet werden können. Das Veterinäramt Rosenheim wurde nach einem Hinweis der Polizei tätig. Die Kühe seien mittlerweile anderweitig untergebracht, teilte das Landratsamt Rosenheim mit. In Bayern hat es in vergangenen Jahren immer wieder Fälle von vernachlässigten Rindern gegeben. Es wurden mehrere Landwirte verurteilt.
