Daniel Saldana, ein Mann aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, wurde nach 33 Jahren im Gefängnis für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, für unschuldig erklärt und freigelassen. Der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles, George Gascón, verkündete die Entscheidung am Donnerstag und räumte ein, dass das Rechtssystem in diesem Fall versagt habe.
Saldana war 1990 im Alter von 22 Jahren zu einer Haftstrafe von 45 Jahren bis lebenslänglich verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, zusammen mit zwei weiteren Personen auf sechs Highschool-Schüler geschossen zu haben, die irrtümlicherweise für Bandenmitglieder gehalten wurden. Zwei der Schüler wurden verletzt, überlebten aber. Von Anfang an beteuerte Saldana seine Unschuld. 2017 gab einer der Mitverurteilten an, dass Saldana nicht an der Schießerei beteiligt war. Diese entlastende Aussage wurde damals nicht weiterverfolgt und erst im Februar 2023 den Behörden übermittelt, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Der 55-Jährige äußerte sich dankbar über seine Freilassung. Es sei ein täglicher Kampf gewesen, zu wissen, dass man unschuldig in einer Zelle eingesperrt sei. Er habe weder Mittel noch Geld gehabt, um gegen das Unrecht zu kämpfen. Dennoch habe er immer daran geglaubt, dass der Tag kommen werde, an dem seine Unschuld anerkannt werde.
