Der Belugawal „Hvaldimir“, der 2019 vor Norwegens Küste für Aufsehen sorgte und als „russischer Spion“ bezeichnet wurde, hat nach drei Jahren erstmals Norwegens Gewässer verlassen.
Diesmal wurde das Tier, über dessen Verhalten Marineexperten rätseln, vor der schwedischen Küste gesichtet. Dabei hat der Beluga nun plötzlich an Tempo zugelegt. Laut Sebastian Strand, Meeresbiologe bei der Organisation „OneWhale“, könnte das Verhalten des Wals auf natürliche Ursachen wie Hormone oder Einsamkeit zurückzuführen sein. Da Belugas eine soziale Spezies sind, sei es möglich, dass der Wal nach anderen Belugas sucht. „Hvaldimir“ wird auf ein Alter von 13 oder 14 Jahren geschätzt.
2019 bedrängte der Weißwal, der ein Geschirr mit Kamera und russischer Aufschrift trug, die Boote von norwegischen Fischern. Die staatliche Fischereidirektion vermutete damals, „Hvaldimir“ sei aus Gefangenschaft entkommen und von der russischen Marine trainiert worden. Norwegen beschuldigte daraufhin Russland, Wale zu Spionagezwecken einzusetzen. Zweck und Ursprung des Geschirrs bleiben bis heute unklar. Moskau hat sich nie offiziell zu den Spekulationen geäußert. Laut russischen Experten diente der Wal wohl der Wissenschaft.
