Nachdem am Dienstag ein ukrainisches Paar in München den Zug verlassen hatte, um zu telefonieren, verließ der Regionalzug den Hauptbahnhof mit ihrer einjährigen Tochter im Inneren.
Das Ziel des ALX 363: Das rund fünf Stunden entfernte Prag. Kurz nach der Abfahrt gegen 14:43 Uhr hätten sich die Eltern vom Bahnsteig aus zur Polizeiwache am Bahnhof begeben. Die Polizeibeamten hätten unmittelbar die Landespolizei in Freising informiert, da der Zug dort planmäßig um 15:08 Uhr halten sollte. Außerdem sollen sich ein Zugbegleiter und ein mitreisender Polizist in der Bahn um das Wohlergehen des Babys gekümmert und auf das Gepäck der Eltern aufgepasst haben. Nach der Ankunft des Zuges in Freising habe die Polizei das Mädchen im Kinderwagen samt Gepäck übernommen und zurück nach München gebracht. Dort konnte nach Polizeiangaben die 34-jährige Mutter gegen 16:20 Uhr ihre Tochter wieder in die Arme schließen und mit ihrer wiedervereinten Familie die Reise nach Prag fortsetzen.
