In Berlin-Neukölln löste ein Mann einen SEK-Einsatz aus, als er Schießkünste auf seinem Balkon probte. Am Montag wurde die Polizei in die Niemetzstraße in Berlin-Neukölln gerufen, weil ein Anwohner mehrere Klick- und Einschlaggeräusche hörte. Vor Ort wurden diverse Beschädigungen an Fensterscheiben von zwei Mietern gemeldet.
Tatverdächtiger schoss auf Holzvogel
Die Beamten fanden die Wohnung des mutmaßlichen Schützen im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses und drangen in die Räumlichkeiten ein. Dort fanden sie nicht nur den 43 Jahre alten Tatverdächtigen. Der Mann besaß auch eine CO2-Waffe, dazugehörige Gaskartuschen und Stahlkugeln sowie ein Springmesser. Der Mann habe wohl Schießübungen von seinem Zimmer aus auf einen am Balkongeländer befestigten Holzvogel durchgeführt.
Kugeln treffen Fenster der gegenüberliegenden Wohnungen
Dabei trafen die abgefeuerten Stahlkugeln jedoch die Fensterscheiben der gegenüberliegenden Wohnungen. Verletzt wurde niemand. Der Mann muss sich nun wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.
