Die Berliner Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat im Vorfeld eines möglichen Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeleitet.
Auslöser war ein Artikel in der „Berliner Tageszeitung“, in dem angeblich ein Angehöriger der Polizei vertrauliche Details über einen in Planung befindlichen Einsatz preisgegeben haben soll. Die Polizei Berlin betonte jedoch, dass sie zu keiner Zeit Auskünfte erteilt habe, welche den Staatsbesuch gefährdet haben. Lediglich auf Anfragen habe die Polizei den bevorstehenden Einsatz bestätigt, jedoch keine Angaben zur Einsatzplanung, zu Schutzmaßnahmen oder zum Besuchsablauf gemacht, heißt es. Laut „t-online“ hatte zuerst die „Berliner Tageszeitung“ über Selenskyjs Reisepläne in Deutschland berichtet und sich dabei auf „Sicherheitskreise“ berufen. In Kiew zeigt man sich verärgert und sehr enttäuscht über das deutsche Informationsleck. Man erwägt sogar, aus Sicherheitsgründen den Besuch Selenskyis abzusagen.
