Laut russischen Medien haben viele Bewohner der russischen Grenzregion Belgorod ihre Häuser verlassen, nachdem die Region am Montagvormittag unter Beschuss geraten ist. Zum aktuellen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass die Ukraine in Dörfer eingedrungen ist und einige Bewohner verletzt habe.
Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, sprach von mindestens acht Verletzten. Tote Zivilisten habe es nicht gegeben. Am Montagabend wurde durch Moskau Terroralarm verhängt. Der Gouverneur macht eine Sabotagegruppe des ukrainischen Militärs für den Angriff verantwortlich. Kiew bestreitet die Vorwürfe. Die Einheiten „Russisches Freiwilligenkorps“ und „Legion Freiheit Russlands“ behaupten bei Telegram, ihre Kämpfer seien für den Beschuss verantwortlich. Die beiden Einheiten bestehen aus russischen Staatsbürgern, kämpfen aber auf ukrainischer Seite.
Seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 beschießt Russland immer wieder Städte und Ortschaften in der Ukraine. In den vergangenen Monaten klagten aber auch russische Grenzregionen über zunehmenden Beschuss durch die Ukraine. Zudem soll es Explosionen auf Militärbasen gegeben haben.
