Die Bundeswehr hat mit Mitteln aus dem Sondervermögen neue schwere Gefechtsfahrzeuge in Australien bestellt. Nach Angaben des australischen Verteidigungsministeriums handelt es sich um eine Version des Radpanzers „Boxer“ von Rheinmetall. Das Modell wird in Australien unter dem Namen „Combat Reconnaissance Vehicle“, also Kampf- und Aufklärungsfahrzeug produziert.
Das Verteidigungsministerium und der australische Rüstungsminister unterzeichneten eine Erklärung zur Beschaffung von mehr als 100 schweren Waffenträgern. Dies sind gepanzerte und kampffähige Fahrzeuge, die einen bemannten Turm und eine Kanone haben. Sie sollen das bisher von der Bundeswehr genutzte System „Wiesel“ ablösen. Wie die deutsche Seite erklärte, laufe die Fertigung des neuen Gefechtsfahrzeugs bereits an.
Trotz des „straffen Zeitplans“ sollen die ersten Fahrzeuge bis 2025 ausgeliefert werden. Die Vereinbarung sei ein „sichtbares Zeichen der vertrauensvollen Zusammenarbeit Deutschlands mit dem Wertepartner Australien“, so die Erklärung. Wie viel Geld die Neuanschaffungen kosten werde, hat das Ministerium nicht bekannt gegeben.
