Die Deutsche Post hat bei der Bundesnetzagentur den Antrag gestellt, die sogenannte Price-Cap-Maßgrößenentscheidung zu widerrufen und das Briefporto bereits 2024 anheben zu dürfen.
Dies sei aufgrund drastisch gestiegener Kosten durch Inflation, höhere Energiepreise, den jüngsten Tarifabschluss und einen deutlichen Rückgang der Briefmengen unumgänglich. „Eine Erhöhung der Preise fällt uns in Hinblick auf die berechtigten Interessen unserer Kundinnen und Kunden nicht leicht. Aber Fakt ist, dass die von der Behörde ursprünglich unterstellten Kosten und Briefmengenentwicklungen so nicht eingetreten sind“, so Post-Managerin Nikola Hagleitner.
Die Deutsche Post darf das Porto nicht selbst festlegen. Stattdessen schreibt die Bundesnetzagentur alle drei Jahre vor, wie die Post die Preise anpassen darf. Das aktuelle Porto wurde Anfang 2022 festgelegt, als der Preis für den inländischen Standardbrief von 80 auf 85 Cent angehoben wurde, und soll planmäßig Ende 2024 auslaufen. Inwieweit die Preise erhöht werden, ist noch nicht veröffentlicht worden. Auch in den Bereichen Paket, Briefkommunikation und Dialogmarketing sollen die Preise zum 1. Juli 2023 steigen.
