Nachdem sich ein 18-jähriger Deutscher in den Irak absetzen wollte, um sich dem IS anzuschließen, wurde er nahe der deutsch-österreichischen Grenze festgenommen.
Der Hesse stehe im Verdacht, einen islamistisch motivierten Anschlag mit einer vollautomatischen Schusswaffe geplant zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Dazu soll er sich etwa über den Bau von Sprengsätzen informiert und eine Stichwaffe besorgt haben, wie Ermittlungen gegen ihn seit Sommer 2022 ergeben haben sollen. In der Wohnung des Beschuldigten seien Datenträger mit Darstellungen von IS-Flaggen und ideologisch besetzten Bildern von Kämpfen und Hinrichtungen sichergestellt worden.
Verdeckte Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann seine Pläne verschob, da er wohl befürchtete, entdeckt zu werden. Zudem habe er nicht genug Geld für eine Waffe gehabt. Deshalb wollte er stattdessen im Irak „Ungläubige schlachten“, wie er selbst sagte. Die Polizei konnte ihn schließlich festnehmen, nachdem sie seine Autofahrt überwacht hatte.
