Nachdem der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko eine wichtige Staatsfeier verpasst hatte, äußerte sich nun ein Duma-Abgeordneter zu seinem Gesundheitsstatus. Am Wochenende ließ sich Lukaschenko in der Ex-Sowjetrepublik bei dem Festakt zum Tag der Staatsflagge von Regierungschef Roman Golowtschenko vertreten. Damit fehlte er das erste Mal in 29 Jahren bei einer solchen Veranstaltung.
Bereits zum Jahrestag des Siegs der Roten Armee über Hitler-Deutschland in Moskau wirkte er angeschlagen und verließ die Feierlichkeiten frühzeitig. „Das ist nichts Außergewöhnliches, kein Covid. [Er] ist einfach erkrankt. […] Er braucht wahrscheinlich ein bisschen Erholung, das ist alles“, Duma-Abgeordneter Konstantin Satulin zum Internetportal „Podjom“. Woran genau Lukaschenko erkrankt ist, wollte Satulin nicht verraten. Offiziell gibt es aus Minsk bis heute keine Angaben zu einer möglichen Erkrankung des Staatschefs.
Der ehemalige Kulturminister von Belarus, Pawel Latuschko, erklärte, Lukaschenko sei „ernsthaft erkrankt“. Selbst das Staatsfernsehen wisse nicht mehr, was es zeigen solle. „Er kann schon nicht einmal mehr ein paar 100 Meter gehen, kann keine Reden mehr halten, kann nicht mal mehr gerade auf der Tribüne stehen, wankend vor Schwäche“, Der ins Exil geflüchtete ehemalige Kulturminister von Belarus, Pawel Latuschko.
