Der ehemalige linksextreme RAF-Terrorist Rolf Heißler ist laut einer Todesanzeige in der „SZ“ und „FAZ“ am 18. Mai im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus in Offenbach verstorben.
Heißler, auch bekannt unter dem Decknamen „Fury“, war wegen des Mordes an zwei niederländischen Zollbeamten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. 2001 wurde er nach 19 Jahren auf Bewährung entlassen. Er galt als Hardliner innerhalb der Roten Armee Fraktion und war zeitweise mit der RAF-Anführerin Brigitte Mohnhaupt verheiratet. In der Todesanzeige erinnern Weggefährten an Heißlers „lange politische Geschichte“ und schreiben, dass er „von jetzt an“ immer fehlen werde. Heißler selbst hat nie Reue für seine Taten gezeigt und lebte nach seiner Haftentlassung in Frankfurt am Main, wo er auf Grundsicherung angewiesen war.
