Die Ampelkoalition hat sich nach langen Verhandlungen auf die Förderkonditionen für klimaneutrale Heizungen geeinigt. Ärmere Menschen sollen davon stärker profitieren als reichere. Wer von einer fossilen auf eine klimaneutrale Heizung umsteigt, soll für alle Heizungen in selbst genutztem Wohneigentum 30 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Einkommensschwächere Personen sollen eine zusätzliche Förderung von 20 Prozent erhalten. Das betrifft diejenigen, die einkommensabhängige Sozialleistungen beziehen. Dazu zählen unter anderem Wohngeld, Bürgergeld sowie der Kinderzuschlag. Ärmeren Menschen werden somit 50 Prozent der Kosten einer neuen Heizung erstattet.
Bevorzugt werden beim Austausch etwa alte und besonders ineffiziente, mit öl- oder gasbefeuerte Konstanttemperaturkessel sowie Kohleöfen. Neben der Grundförderung sollen weitere Programme wie „Klimaboni“ hinzukommen. Diese soll es etwa geben, wenn Menschen ihre funktionierende fossile Heizung eigentlich noch weiterbetreiben dürften.
Ergänzend sollen Förderkredite für den Heizungsaustausch angeboten werden. Das Kreditprogramm sollen alle Bürger in Anspruch nehmen können. Ab 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dadurch soll ein Ende von Gas- und Ölheizungen erreicht werden.
