Ein 43-Jähriger schrieb Geschichte: als erster doppelt oberschenkelamputierter Bergsteiger, der den Mount Everest bestiegen hat. Hari Budha Magar träumte seit seiner Kindheit davon, den Mount Everest zu erklimmen, bis er als Gurkha-Soldat 2010 durch eine Explosion in Afghanistan beide Beine verlor. Acht Jahre später folgte das von Nepal verhängte Gesetz, das Blinden und doppelt Amputierten den Aufstieg untersagte.
Doch Magar klagte gemeinsam mit Bergsteigern, Menschenrechtsaktivisten und Betroffenen erfolgreich dagegen. Nun konnte Magar seinen Traum verwirklichen. Seinen Erfolg konnte er oben angekommen nicht lange genießen, denn aufgrund schlechter Wetterbedingungen musste er wieder mit dem Abstieg beginnen. Trotz der schweren Phase nach dem Verlust seiner Beine, konnte Magar die Sicht auf sein Schicksal verändern. Nun möchte der Bergsteiger auch anderen Menschen Mut machen.
Mit dem Erfolg auf dem Mount Everest will er die Wahrnehmung von Behinderungen verändern und Menschen dazu inspirieren, ihre eigenen „Berge“ zu besteigen. „Ohne [den Verlust meiner Beine] wäre ich nicht auf den Mount Everest geklettert und selbst wenn, hätte es nicht viel bedeutet. Was auch immer passiert, es passiert für etwas Gutes“, so Hari Budha Magar gegenüber der Nachrichtenagentur „PA“.
