Seit in Oberbayern öfter Bären gesichtet werden, steigt die Nachfrage an Pfefferspray als Abwehrmittel enorm. „Die Leute sind nach den Sichtungen des Großraubwilds beunruhigt und fürchten um ihre Sicherheit, wenn sie in die Natur gehen“, so Hans-Georg Schillinger, Inhaber eines Jagdwaffen-Spezialgeschäfts in Traunstein.
Doch nicht nur hierzulande wollen die Menschen für einen potentiellen Bärenangriff gerüstet sein. Auch mit Lieferungen ins Ausland ist sein Geschäft gut ausgelastet, so Schillinger. Ein Großteil der Lieferungen geht nach Rumänien. Dort habe es in den vergangenen zwei Jahren 16 Tote und 120 teils Schwerverletzte durch Bärenangriffe gegeben. Der Siedlungsdruck sei verantwortlich für die steigenden Angriffszahlen. Jahrhundertelang hätten die Rumänen in friedlicher Koexistenz mit den Bären gelebt.
Doch nun werde der Lebensraum der Tiere verkleinert und die Menschen würden bewährte Verhaltensregeln missachten. Schillinger ist überzeugt davon, dass ein Bärenabwehrspray im Notfall dabei hilft, ein wildes Tier in die Flucht zu schlagen. Bei dem Spray handelt es sich um eine Art Pfefferspray in einer Sprühdose, die mit extrem entzündbarem Aerosol befüllt ist und unter Druck steht.
