Die Niederlande haben am Samstag zum ersten Mal ihre Offshore-Windparks vor der Küste für vier Stunden abgeschaltet, um Millionen von Zugvögeln zu schützen.
Dies betraf die Windkraftanlagen in Borssele und Egmond aan Zee, da ein massiver Vogelzug über der Nordsee erwartet wurde, teilte die niederländische Regierung mit. Der Energieminister Rob Jetten bezeichnete dies als „eine internationale Premiere“. Bislang seien weltweit noch keine Offshore-Windparks aus Vogelschutzgründen gestoppt worden. Die Regierung strebt an, die Auswirkungen von Windparks auf die Natur so gering wie möglich zu halten. So sollen sie voraussichtlich ab Herbst 2023 häufiger abgeschaltet werden. Zudem solle die Geschwindigkeit der Windturbinen während des prognostizierten nächtlichen Zugzeitraums auf maximal zwei Umdrehungen pro Minute reduziert werden. Auch in Deutschland warnen Biologen, dass der geplante starke Ausbau der Windenergie auf der Nord- und Ostsee eine wachsende Bedrohung für Zugvögel darstelle.
