Nachdem Zeugen am Sonntag in einem Haus in Lippstadt im Kreis Soest einen extremen Verwesungsgeruch bemerkt hatten, fanden alarmierte Einsatzkräfte rund 100 verwahrloste Katzen. Einige von ihnen waren bereits verendet.
Aufgrund des beißenden Gestanks sei das Betreten der Räumlichkeiten nur mit Atemschutz möglich gewesen, so die Polizei Soest. Im Anschluss an die Rettungsaktion, an der Polizei, Feuerwehr, Ordnungs- und Veterinäramt sowie der Tierschutz beteiligt waren, sollen die Katzen auf regionale Tierheime verteilt werden. Wie der „Westfälische Anzeiger“ berichtet, sei am selben Abend der mutmaßliche Hauseigentümer vor Ort eingetroffen, der das Ganze für „normal“ hielt und angeblich in dem Haus wohne. Die Polizei habe den Verdacht einer gewerbsmäßigen, illegalen Katzenzucht. Zudem wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Die genauen Hintergründe, die zu dieser prekären Situation geführt haben, sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
