Am Dienstag sorgten grasende Kühe auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude in Berlin für eine ungewöhnliche Szenerie. Hintergrund war eine Protestaktion im Bereich Milchindustrie.
Initiatoren waren die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Greenpeace, die sich für die Weidehaltung von Milchkühen und gerechte Milchpreise einsetzten. In diesem Zusammenhang forderte Greenpeace von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ein bundesweites Förderprogramm. Die Weidehaltung von Milchkühen hat nämlich nach Ansicht von Greenpeace nur dann eine Zukunft, wenn die bäuerliche Landwirtschaft eine wirtschaftliche Perspektive erhält.
Laut der Umweltschutzorganisation hatten 2010 noch 42 Prozent der Rinder Zugang zu einer Weide, doch zehn Jahre später sei dieser Wert auf 31 Prozent gesunken. Die Weidehaltung sei nicht nur besonders artgerecht, sondern trage auch dazu bei, dass die Tiere gesünder seien und mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert werde als bei Ackerpflanzen. Bei der Protestaktion kam es nach Angaben der Polizei zu keinen besonderen Vorkommnissen.
