Kolumbianische Soldaten haben im Dschungel eine neue Spur von den vier vermissten Kindern entdeckt, die seit einem Flugzeugabsturz vor einem Monat auf sich allein gestellt sind.
Die Suchmannschaften hätten zerbrochene Äste, geöffnete Lebensmittelpakete und einen Fußabdruck im Schlamm, der möglicherweise zu dem 13-jährigen Mädchen gehört, gefunden. Die Einsatzkräfte hoffen, die Geschwister im Alter von 13, 9, 4 und einem Jahr mithilfe von Satelliten zu finden. Der dichte Regenwald und der Dauerregen erschweren die Suche. Das Suchgebiet entspricht ungefähr der Größe der Hauptstadt Bogotá. Auch der Vater beteiligt sich an der Suche und hat die Hoffnung, wieder mit seiner Familie vereint zu sein. Die Kinder gehören zu einer indigenen Gemeinschaft. Ihre Kenntnis von etwa Pflanzen und Früchten hat ihnen möglicherweise geholfen, im Dschungel zu überleben.
Sie waren am 1. Mai mit einer Propellermaschine im Süden des Landes abgestürzt, wobei ihre Mutter, der Pilot und ein indigener Anführer ums Leben gekommen sind. Ursprünglich waren sie auf dem Weg zu ihrem Vater, der wegen Drohungen einer Guerilla-Splittergruppe geflohen war. Die Kinder haben sich womöglich aus Angst vor Bewaffneten versteckt. Um ihnen diese Angst zu nehmen, spielen die Soldaten eine Botschaft der Großmutter in ihrer indigenen Sprache ab, um den Kindern zu signalisieren, dass sie gesucht werden.
