Nachdem der TV-bekannte Löwenpfleger Jörg Gräser zum Entsetzen vieler innerhalb des Leipziger Zoos versetzt wurde, werden Vorfälle bekannt, die damit in Verbindung stehen sollen.
So wurde laut der „Leipziger Volkszeitung“ im März der Zebrahengst Franz den Löwen als Futter vorgeworfen, der eigens für die Fütterung der Löwen getötet wurde. Obwohl die Zoobesucher nicht sehen sollten, wie die Raubtiere das Zebra verspeisen, konnten die Löwen den Zebrakopf in den öffentlich einsehbaren Teil des Geheges ziehen und dort fressen. Ein Schieber war nämlich nicht geschlossen. Eine Mutter filmte den Vorfall und beschwerte sich bei der Zooleitung. Eine andere Zeugin berichtete über den gruseligen Anblick auf Facebook.
Ein weiterer Vorfall im Frühjahr könnte das endgültige Aus für Gräser bedeutet haben. Wie der „MDR“ berichtet, hatte der Zoo den Tod mehrerer Löwenjungen verschwiegen – bis jetzt. Die Verantwortlichen räumten ein, dass Löwendame Kigali bei der Geburt starkem Stress ausgesetzt gewesen sei und mehrere Jungtiere tot zur Welt gebracht habe. Laut „Tag24“ gab es vor der Geburt Unstimmigkeiten zwischen der Zooleitung und Gräser, der sich inzwischen um Ziegen und Kaninchen im Südamerika-Bereich kümmert.
Am Montag bezog der Zoo Leipzig in einer Pressemitteilung Stellung: „Wir bedauern die Entwicklung und wissen, dass Jörg Gräser ein absoluter Sympathieträger ist. […] Bei dem Revierwechsel von Jörg Gräser in die Erlebniswelt Südamerika handelt es sich um eine sorgfältig abgewogene Entscheidung, die die Entscheidungsgremien nicht leichtfertig getroffen haben.“
