Die Behörden im US-Bundesstaat Florida ermitteln gegen die Lehrerin Jenna Barbee, nachdem sie ihren Fünftklässlern den Disney-Film „Strange World“ gezeigt hatte. Eine der Hauptfiguren in dem Film ist homosexuell. Dies steht jedoch im Widerspruch zu einem Gesetz, das den Unterricht über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität verbietet.
Obwohl Barbee zuvor die Erlaubnis aller Eltern eingeholt hatte, wurde sie dennoch von einer Mutter beim staatlichen Bildungsministerium angezeigt. Der Vorwurf: Barbee habe den Film ohne Genehmigung der Schulbehörde gezeigt, der zudem für Schüler nicht geeignet sei. Die Lehrerin verteidigte sich gegen die Anschuldigungen. Sie habe den Film ausschließlich zu Lehrzwecken im Geowissenschafts-Unterricht gezeigt und die sexuelle Orientierung des Charakters habe dabei keine Rolle gespielt. Zudem habe sie bereits in der Woche vor dem Vorfall gekündigt, und zwar wegen der „Politik und der Angst, im öffentlichen Schulsystem nicht so sein zu können, wie man ist“. Die Beschwerde der Mutter werde nun geprüft, und ein Anwalt werde dann eine Empfehlung für das weitere Vorgehen abgeben, teilte das Bildungsministerium von Florida mit.
