Die globale Durchschnittstemperatur werde sehr wahrscheinlich in einem der nächsten fünf Jahre erstmals um mehr als 1,5 Grad über das vorindustrielle Niveau steigen. Dies geht aus der neuesten Prognose der Weltorganisation für Meteorologie hervor.
2022 hatte die WMO die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Prognose auf knapp 50 Prozent geschätzt. Nun liegt sie bei 66 Prozent. Die WMO gehe zwar nicht davon aus, dass die Erderwärmung in den nächsten Jahren dauerhaft über 1,5 Grad steigen wird. Der Generalsekretär der WMO, Petteri Taalas, erklärte jedoch, dass Alarm geschlagen werde, weil die 1,5-Grad-Marke immer häufiger vorübergehend überschritten werde.
Die UN-Organisation gehe davon aus, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur bis 2027 mindestens einmal einen Rekordwert erreichen wird. Taalas warnte vor weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit, Wassermanagement und die Umwelt. Es sei notwendig, sich darauf vorzubereiten.
