Mitglieder der sogenannten Nachtwölfe, einem nationalistischen Motorradclub aus Russland, sind am Samstag von Moskau nach Berlin aufgebrochen. Die Motorradkolonne soll aus hunderten Mitgliedern der Nachtwölfe bestehen, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Mehrere Teilnehmer sollen russische und sowjetische Flaggen getragen haben. Auch der Buchstabe Z, der im Ukraine-Krieg als Zeichen Russlands verwendet wird, war zu sehen.
Die Kolonne soll am 9. Mai in Berlin ankommen. An diesem Tag wird in Russland das Weltkriegsende gefeiert. Angeführt wird die Truppe von dem Chef und Gründer der Nachtwölfe, Alexander Saldostanow, der sich als „Freund“ Putins bezeichnet. Saldostanow steht wegen seiner Unterstützung für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014 unter westlichen Sanktionen.
In der Vergangenheit wollte der Club mehrmals von Moskau nach Berlin fahren, um den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland zu feiern. Auch in anderen deutschen Städten sind wiederholt Mitglieder der Gruppe beobachtet worden, etwa im vergangenen Jahr in Köln.
