Das russische Staatsmedium „Ruptly“ soll trotz EU-Sanktionen weiterhin in Berlin aktiv sein. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, soll die Nachrichtenagentur Ende 2022 in neue Räume in Berlin-Moabit gezogen sein. Die Agentur habe außerdem weitere Mitarbeiter eingestellt.
Ruptly ist eine im russischen Auftrag agierende internationale Nachrichtenagentur, die zu TV-Novosti und Russia Today (RT) gehört. Die EU beschuldigt TV-Novosti, Propaganda des Kremls zu verbreiten. Die Nichteinhaltung der Sanktionen gegen Russland wird stark kritisiert. „Es ist ein Skandal, dass die Sanktionen in Deutschland nicht ausreichend umgesetzt werden“, meint die Politikwissenschaftlerin Susanne Spahn.
