In Weißwasser in Sachsen ist eine Hündin am vergangenen Freitag wohl von Wölfen getötet worden, als sie einem Reh im Wald hinterherlief. Nachdem die Collie-Hündin auf keine Rufe und Pfiffe ihres Besitzers reagierte, machte dieser sich auf die Suche. Der Hundehalter habe dann drei Wölfe aus dem Wald laufen sehen und die Reste seiner Hündin gefunden. Der Kadaver wies eine Vielzahl von Bisswunden auf und war zum Teil aufgefressen worden. Experten vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gaben am Montag bekannt, dass es sich bei den Angreifern sehr wahrscheinlich um Wölfe handelte.
Angriffe von Wolfsrudeln auf Hunde kommen nicht häufig vor, dennoch gibt es Ausnahmen. „Zu Konflikten kann es vor allem dann kommen, wenn Hunde sich allein im Gelände bewegen und dort auf Wölfe treffen. Unter Umständen werden sie dann von den Wölfen als Eindringlinge in ihr Territorium betrachtet. Das kann zu Kämpfen führen, die tödlich enden können“, so die Fachstelle Wolf. Es wird empfohlen, die Hunde in Wolfsgebieten generell anzuleinen und sie nicht alleine zu lassen.
