Ein Sohn soll seine Mutter sechs Jahre lang tot in der Wohnung liegen gelassen haben, um ihre Rente einzunehmen. Das Opfer wurde laut der Zeitung „Corriere della Sera“ in Köln geboren, bevor sie nach Verona zog, um mit ihrem späteren Ehemann zusammenzuleben. Das Paar soll einige Immobilien besessen haben. Seit der Ehemann vor circa zehn Jahren verstorben war, lebte die Mutter mit ihrem Sohn in einer gemeinsamen Wohnung.
Nach Beschwerden der Anwohner über eine Immobilie der Familie, waren Ämter auf die seit sechs Jahren unbenutzte Krankenkassen-Karte der Frau aufmerksam geworden. Daraufhin durchsuchten Beamten die Wohnung, in der sie die mumifizierte Leiche der 86-Jährigen, eingewickelt in einen Leichensack in ihrem Bett liegend, fanden.
Zum Zeitpunkt der Durchsuchung lebte Bernardo R. in einem Hotel. Dort soll der 61-Jährige versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Der Italiener befindet sich in einem Krankenhaus, sein Zustand soll stabil sein. Polizei und das Nationalinstitut für Soziale Fürsorge ermitteln wegen Störung der Totenruhe und schweren Betrugs. Die Leiche der 86-Jährigen soll obduziert, Todesursache und -zeitpunkt geklärt werden.
