Der ukrainische Geheimdienst hat erneut Telefonate von russischen Soldaten von der Front abgefangen. Diese zeigen, wie dramatisch die Lage vor Ort wirklich ist. In dem Telefonat berichtet ein Soldat, der seit zwei Monaten im Einsatz ist, einem Freund.
„Das ist kein Krieg, das ist eine verdammte Hölle. Es gibt keinen Nachschub, wir leben wie verdammte Hunde in Löchern“, so der Soldat. Weiter berichtete der Soldat, dass von den 240 Soldaten seiner Truppe nur noch 94 übrig seien. Er und seine Kameraden hätten für zwei Tage im Keller eines zerstörten Hauses gesessen und rohe Kartoffeln gegessen. Ein weiterer Soldat reagierte geschockt auf die hohen Opferzahlen. Zudem sei der russische Nachschub viel zu langsam.
Schätzungen zufolge sind die russischen Verluste weitaus schlimmer, als der Kreml offiziell zugibt. Wie der norwegische Generalstabschef am Sonntag mitteilte, sollen etwa 180.000 russische Soldaten getötet oder verletzt worden sein. Um die hohen Verluste aufzufangen, plant Russland weitere Rekrutierungswellen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu kündigte an, die Truppenstärke von 1,15 auf 1,5 Millionen Soldaten erhöhen zu wollen.
