In der südukrainischen Oblast Cherson soll Russland mindestens 20 Folterkammern betrieben haben, wie internationale Ermittler für Kriegsverbrechen bekanntgaben.
Das von der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA finanzierte Mobile Justice Team kooperiert mit ukrainischen Staatsanwälten, um Kriegsverbrechen zu untersuchen. Das Ermittlerteam erklärte, die Folterkammern seien „vom russischen Staat geplant und unmittelbar finanziert“ worden, darunter verschiedene russische Sicherheitsbehörden.
Überlebende der Folterkammern hätten von Elektroschocks und Waterboarding berichtet, zudem seien über 400 Personen als vermisst gemeldet worden. Das Mobile Justice Team habe mehr als 1.000 Zeugenaussagen von Überlebenden ausgewertet, die auch neue Beweise vorgelegt haben sollen. Russland hat bereits in der Vergangenheit Anschuldigungen zurückgewiesen, Kriegsverbrechen zu begehen oder Zivilisten ins Visier zu nehmen.
