Ein russischer Soldat hat nun geschildert, wie katastrophal das Militär tatsächlich ausgebildet ist. Demnach sollen zahlreiche Soldaten kaum oder keine Kampferfahrung haben. Das berichtet ein russischer Vertragssoldat, der in einer Einheit in Tschbarkul diente, gegenüber dem Portal „The Insider“. So soll die Ausbildung der mobilisierten Männer in ständiges Trinken und Alkoholmissbrauch übergegangen sein. Nach ein paar Monaten seien die Rekruten ohne Ausbildung oder einen Schuss abgefeuert zu haben in die Ukraine entsandt worden.
Auch Männer, die früher bereits gedient hatten, seien nicht richtig an der Waffe geschult worden, betonte der Soldat. Demnach habe sich ihr Pflichtdienst auf niedere Arbeiten wie Verladen oder Hausmeistertätigkeiten beschränkt. Dementsprechend hoch seien auch die Verluste in der Ukraine gewesen. Soldaten aus dem selben Stützpunkt hätten ihm berichtet, dass lediglich neun von 500 Soldaten aus ihrer Truppe an der Front überlebt hätten. Das habe auch an veraltetem Material und schlechter Ausrüstung, wie rostigen Sturmgewehren aus den 70er und 80er Jahren, gelegen.
