Die Söldnertruppe Wagner sollte beim russischen Überfall auf die Ukraine offenbar zunächst keine Rolle spielen. Das geht aus Recherchen des Magazins „Spiegel“ und der russischen Investigativplattform „The Insider“ hervor. Demnach war einer Söldnerfirma namens „Redut“, die wohl von Ex-Wagner-Mann Anatolij Karazij geführt wird, eine weitaus wichtigere Rolle zugedacht worden. Der Vizechef des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, Wladimir Alexejew, soll Prigoschin im Vorfeld der Invasion regelrecht ignoriert haben.
Mobilfunkdaten der Beteiligten belegen die Aussagen mehrerer Quellen. „Redut“ soll mehrere Tausend Söldner rekrutiert haben, darunter viele Ex-Wagner-Söldner. Dem Bericht zufolge sollen die „Redut“-Söldner in den ersten Wochen des Krieges jedoch schwerste Verluste erlitten haben. Prigoschin stellte unterdessen auf eigenes Risiko Truppen für einen Einsatz in der Ukraine zusammen. Seine Wagner-Söldner griffen ab dem 19. März 2022 in den Krieg ein.
