Die Ukraine plante offenbar zum ersten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine einen Angriff auf die russische Hauptstadt Moskau. Das berichtete die „Washington Post“ und beruft sich auf klassifizierte Dokumente des Auslandsgeheimdienstes NSA. Demnach soll der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, seine Offiziere angewiesen haben sich auf „Massenangriffe am 24. Februar vorzubereiten“. Dazu sollten sie alles nutzen, was dem Geheimdienst zur Verfügung stünde.
Auch über einen Angriff auf die Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer sollen die Ukrainer laut dem Bericht nachgedacht haben. Bei dem Angriffsplan sei es darum gegangen, die ukrainische Fähigkeit zu zeigen, tief im feindlichen Gebiet zu agieren. Die US-Regierung hatte die Pläne offenbar beobachtet und Sorge vor einer aggressiven Antwort des Kremls auf einen Angriff innerhalb Russlands gehabt. Nur zwei Tage vor dem Jahrestag des Krieges teilte die CIA in einem Geheimreport mit, dass der ukrainische Geheimdienst eine Verschiebung des Angriffs auf Moskau zugesagt habe. Aus den Dokumenten wird allerdings nicht ersichtlich, wer in die Pläne eingegriffen habe und warum sich die Ukraine umstimmen ließ, so die „Washington Post“.
