Kaffee wird nicht nur wegen seines Geschmacks und seiner Wirkung sondern auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Jedoch sollte man das beliebte Heißgetränk niemals nüchtern trinken, wie Experten warnen. Wir erklären Ihnen warum. Wenn man den morgendlichen Kaffee nüchtern trinkt, kann sich das negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirken, so die Studie. So kann die Blutzuckerreaktion um bis zu 50 Prozent gesteigert sein, wenn man den Kaffee direkt nach dem Aufstehen zu sich nimmt.
„Einfach gesagt, unsere Blutzuckerkontrolle wird beeinträchtigt, wenn das Erste, womit unser Körper in Kontakt kommt, Kaffee ist, insbesondere nach einer Nacht mit gestörtem Schlaf“, so Professor James Betts, Mitherausgeber der Studie. Im Rahmen der Studie untersuchte die Forschungsgruppe bei 29 Probanden die Auswirkung verschiedener Schlafszenarien auf den Blutzuckerspiegel. Den Testpersonen wurde in jedem Szenario ein Frühstück verabreicht, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Eine Gruppe nahm den Kaffee eine Stunde vor dem Frühstück zu sich. Bei der anderen gab es keinen Kaffeekonsum vor dem Frühstück.
Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Gruppe, die vor dem Frühstück Kaffee trank eine starke Blutzuckerreaktion aufwies. Im Vergleich zu der Gruppe, die ihren Kaffee erst hinterher konsumierte, stieg der Blutzucker um bis zu 50 Prozent stärker an als bei der Vergleichsgruppe. Die Forscher haben die Ergebnisse mit dem hohen Cortisolspiegel nach dem Aufwachen begründet. Wird zusätzlich Kaffee getrunken, steigt dieser weiter an. Im Körper entsteht eine hohe Anspannung, wodurch Blutdruck, Puls und Blutzuckerspiegel steigen. Das kann langfristig gesundheitsgefährdend sein. Die Wissenschaftler betonen, dass sich die negativen Auswirkungen reduzieren lassen, wenn man die Tasse Kaffee auf nach dem Frühstück verschiebt.
