Woher kommt der gefährliche Ölkäfer? Wie zahlreich berichtet wird, verbreitet sich der als hochgefährlich geltende Ölkäfer in Deutschland. Doch woher kommt das kleine Insekt? Seit 4.000 Jahren ist der Ölkäfer Bestandteil unserer Kultur und somit auch das Gift „Cantharidin“, das er ausstößt, wenn er sich bedroht fühlt. Schon 1.550 vor Christus wird in einem altägyptischen Papyrus das wahrscheinlich älteste Ölkäferpflaster beschrieben, das Wehen erzeugend wirken soll.
Das Gift eines Käfers allein kann für Menschen bereits tödlich wirken. Vom antiken Griechenland bis in die Neuzeit sind Morde mit dem Käfergift bekannt. Heute leben mehr als 30 Arten aus der Familie der Ölkäfer in Mitteleuropa. Am häufigsten ist dabei der auch als Maiwurm bekannte Schwarzblaue Ölkäfer. Die Käfer kommen in Europa, östlich bis nach Zentralasien vor und leben an sandigen und offenen Stellen mit zahlreichen Bienennestern. Die Larven klettern auf Blüten und warten dort auf bestimmte Wildbienen, die die Larven in deren Nester transportieren. Dort ernähren sich die Larven von den Bieneneiern und vom Pollenvorrat. Nach ihrer Überwinterung im Boden schlüpfen die Käfer im März bis Mai.
Ein einzelnes Weibchen kann fünf- bis sechsmal im Abstand von ein bis zwei Wochen je 3.000 bis 9.500 Eier legen, dennoch gilt der Ölkäfer in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet. Hierfür sind die sich verändernden Lebensbedingungen verantwortlich, mitunter der zunehmende Straßenverkehr. Die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier ist sehr störungsanfällig, daher können schon kleine Veränderungen zu großen Ausfällen führen.
