Bauarbeiter finden beim Neubau der Michael-Ende-Grundschule Dutzende menschliche Überreste unter dem Schulhof. In 95 Zentimetern bis 1,55 Metern Tiefe lagen die Menschenknochen. Die Kripo und das Denkmalamt rückten an, wie in diesen Fällen vorgeschrieben. Zunächst untersuchten die Behörden die Knochen auf moderne Behandlungen oder Kleidung, die darauf hinweisen würden, dass es sich bei den Toten um Opfer von Verbrechen handelt.
Wenn die Knochen in großer Zahl ordentlich bestattet begraben sind oder aus anderen Jahrhunderten stammen, sind die Arbeiter auf einen alten Friedhof gestoßen. Die Untersuchungen ergaben, dass dies auch der Fall auf der Grundschul-Baustelle war. Dort lag einst der alte Rödelheimer Friedhof. Das ließ sich aus Sarg-Resten um manche der 59 Skelette und den, nach christlichem Ritus vor der Brust gefalteten Händen schließen. Die Skelette dürften aus der Zeit um 1850 stammen.
